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Jeden 1.Dienstag im Monat Jugendliche beraten Azubis telefonisch und im Chat von 18-22 Uhr, chat: http://www.info4mux.de

Öffnungszeiten
Mo, Di, Mi, 15:00-18:00 Uhr
Do 17:00-20:00 Uhr
Fr  09:00-12:00 Uhr azuro - Ausbildungs- & Zukunftsbüro
Paul-Heyse-Str.22
80336 München
Fon: 089/ 51 41 06 35
Fax: 089/ 51 41 06 99 35
Mail:
azuro@azuro-muenchen.de

azuro ist eine Einrichtung der DGB-Jugend Region München und des Kreisjugendring München-Stadt azuro ist Teil des Jugendsonderprogramms und wird durch das  Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) gefördert. Das  
Jugendsonderprogramm unterstützt Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf und hilft dadurch Betrieben bei der Nachwuchsgewinnung. Weitere Informationen unter www.muenchen.de/mbq

 

Rechte und Pflichten des Azubis


Allgemeine Regeln
Dein Ausbilder hat das Weisungsrecht, d.h. du musst im Rahmen der Berufsausbildung das tun, was dein Ausbilder dir sagt und die dir aufgetragenen Aufgaben sorgfältig ausführen (§ 13 Berufsbildungsgesetz). Auch andere Personen, wie zum Beispiel Ausbildungsbeauftragte oder Abteilungsleiter haben dir gegenüber ein Weisungsrecht. Darüber hinaus musst du dich an alle grundsätzlichen Regeln halten, die dir erklärt werden, also zum Beispiel die allgemeine Hausordnung und die Sicherheitsvorschriften. Du bist auch dazu verpflichtet, die Einrichtung und alle Arbeitswerkzeuge sorgfältig zu behandeln.

Rauchen
Neben den normalen Pausen hast du keinen Anspruch auf Raucherpausen, sie müssen dir erlaubt werden.

Drogen
Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz, die im Betrieb begangen werden, sind Grund genug für eine fristlose Kündigung durch den Ausbilder. Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz außerhalb des Betriebes sind nicht automatisch ein Kündigungsgrund.

Piercing, Tattoos, Kleidung, Frisur usw.

Immer wieder kommt es aufgrund von Äußerlichkeiten zum Streit zwischen Ausbilder und Azubi. Hier spielen zwei wichtige Punkte gegeneinander: Auf der einen Seite ist der Azubi verpflichtet, sich an die im Ausbildungsbetrieb geltenden Ordnungen zu halten. Diese Ordnungen dürfen jedoch nicht in das Recht zur freien Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 Grundgesetz) eingreifen.

Das heißt zum Beispiel: Lange Haare dürfen nicht verboten werden, aber der Azubi muss die Arbeitsschutzbestimmungen und Hygienevorschriften einhalten. So muss zum Beispiel ein Azubi an einer Drehbank ein Haarnetz oder eine andere geeignete Kopfbedeckung tragen. Schwierig wird es jedoch bei Fällen, in denen das Aussehen des Azubis als eindeutig berufs- und geschäftsschädigendes Verhalten gegenüber dem Ausbilder ausgelegt werden kann. Dann kann der Ausbilder verlangen, dass die Azubis einigermaßen "normal" aussehen und ggf. Gesichtspiercings entfernen.

Arbeitsunfähigkeit und Krankmeldung
Wie muss ich mich krank melden?
Wenn du wegen Krankheit nicht in der Lage bist zu arbeiten, musst du das deinem Betrieb noch am gleichen Tag vor Arbeitsbeginn mitteilen. Du musst ihm auch mitteilen, wie lange du voraussichtlich arbeitsunfähig sein wirst. Den Grund deiner Erkrankung musst du nicht angeben. An Berufsschulen werden unterschiedliche Regelungen angewendet. Dein Klassenlehrer sagt dir, wie und wann du dich krank zu melden hast. Wenn du davon nichts weißt gilt auch hier: Vor Beginn des Schultages im Sekretariat anrufen und Bescheid sagen. Achtung: Auch wenn du in der Berufsschule fehlst musst du dich im Betrieb krank melden! Wenn du länger krank bist, musst du deinem Ausbilder ab dem vierten Tag eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Dein Ausbilder hat das Recht, die ärztliche Bescheinigung immer schon ab dem ersten Tag zu verlangen. Das kann er dir entweder mündlich mitteilen oder schriftlich mit dir vereinbaren.
Beim Arzt erhältst du dann zwei Zettel. Einer ist für den Arbeitgeber bestimmt, den zweiten Zettel schickst du an deine Krankenkasse.
Bei Arbeitsunfähigkeit gilt also der Grundsatz: Dein Ausbilder muss immer wissen, wo du steckst. Also: Vor Arbeitsbeginn anrufen und Atteste frühzeitig abschicken.

Was passiert, wenn ich unentschuldigt fehle?
Wenn du dich nicht korrekt krank meldest, kannst du von deinem Ausbilder eine Abmahnung erhalten. Im Wiederholungsfall kann es sogar zu einer Kündigung kommen (§22 Berufsbildungsgesetz).

Falls du Fragen zu deiner Krankmeldung und Fehlzeiten hast, kannst du dich an uns wenden. Wir helfen dir gerne: Kontaktformular

Was passiert, wenn ich einen Arzttermin habe?
Arzttermine solltest du immer außerhalb deiner Arbeitszeit vereinbaren. Bekommst du nur während der Arbeitszeit einen Termin, kläre das vorher mit deinem Ausbilder ab. Zu deiner eigenen Sicherheit solltest du deinem Ausbilder immer eine Bestätigung deines Arztbesuches vorlegen.

Was passiert, wenn ich während der Arbeitszeit erkranke?
Wirst du während der Arbeit krank, kannst du natürlich nach Hause bzw. zum Arzt gehen. Melde dich aber unbedingt bei deinem Ausbilder ab.

Schriftliche Ausbildungsnachweise (Berichtsheft)
Deine schriftlicher Ausbildungsnachweise sind sehr wichtig: Sie sind Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung! Als Azubi bist du verpflichtet, regelmäßig deine zu schriftlichen Ausbildungsnachweise zu führen. Wenn du dieser Pflicht nicht nachkommst, kann das ein Grund für eine Abmahnung und bei wiederholter Pflichtverletzung auch für eine fristlose Kündigung sein! Deine schriftlichen Ausbildungsnachweise müssen von deinem Ausbilder unterschrieben werden. Normalerweise schreibt die Ausbildungsordnung deines Ausbildungsberufes vor, dass du deine schriftlichen Ausbildungsnachweise während der Arbeitszeit führen darfst.

Immer wieder gibt es Streitigkeiten zwischen Azubi und Ausbilder über den Inhalt der schriftlichen Ausbildungsnachweise. Einige Ausbilder verlangen, dass vor allem ausbildungsfremde Tätigkeiten nicht in die schriftlichen Ausbildungsnachweise aufgenommen werden. In diesem Fall solltest du dich wehren, denn die schriftlichen Ausbildungsnachweise können ein wichtiger Nachweis sein (siehe auch Schadensersatz).

Bei Problemen mit den schriftlichen Ausbildungsnachweisen bieten wir Azubis aus München Beratung an. Wir helfen dir gerne: Kontaktformular

Betriebsgeheimnis
Auch als Azubi musst du über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse auch Freunden und Verwandten gegenüber schweigen (§13 Berufsbildungsgesetz). Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse sind zum Beispiel Rezepte, spezielle technische Verfahren, geplante Unternehmensstrategien, Kundenlisten etc. Wenn du Betriebsgeheimnisse ausplauderst, musst du mit einer Abmahnung oder sogar mit einer Kündigung durch den Ausbilder rechnen.
Es dürfte allerdings sehr selten vorkommen, dass Azubis richtige Betriebsgeheimnisse erfahren, denn ein Betriebsgeheimnis muss alle folgenden Voraussetzungen erfüllen:
  • Das Betriebsgeheimnis muss wirklich ein Geheimnis sein, also nur einem beschränkten Personenkreis bekannt sein. Wenn es alle wissen, ist es kein Geheimnis!
  • Ein Betriebsgeheimnis ist nur dann als solches zu bewerten, wenn sich aus dem Bekannt werden wirtschaftliche Nachteile für den Betrieb ergeben.
  • Und: Dein Ausbilder muss dich ausdrücklich darauf hinweisen, dass eine bestimmte Information geheim zu halten ist.