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Mo, Di, Mi, 15:00-18:00 Uhr
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Fr  09:00-12:00 Uhr azuro - Ausbildungs- & Zukunftsbüro
Paul-Heyse-Str.22
80336 München
Fon: 089/ 51 41 06 35
Fax: 089/ 51 41 06 99 35
Mail:
azuro@azuro-muenchen.de

azuro ist eine Einrichtung der DGB-Jugend Region München und des Kreisjugendring München-Stadt azuro ist Teil des Jugendsonderprogramms und wird durch das  Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) gefördert. Das  
Jugendsonderprogramm unterstützt Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf und hilft dadurch Betrieben bei der Nachwuchsgewinnung. Weitere Informationen unter www.muenchen.de/mbq

 

FAQ 10 Finanzielle Unterstützung

Fragenübersicht

Welche finanzielle Unterstützung gibt es für Azubis?

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB):
Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) ist ein staatlicher Zuschuss für deine Miete, den Lebensunterhalt plus individuelle Fahrtkosen und ggf. Kosten für die Kinderbetreuung. In der Regel bekommst du aber nur einen Teil davon, da BAB an eine ganze Reihe von Bedingungen geknüpft ist:
  • Gefördert wird in der Regel nur die erste Ausbildung.
  • Nur staatlich anerkannte Ausbildungen werden gefördert.
  • Du erhältst nur dann BAB, wenn du nicht mehr bei deinen Eltern wohnen kannst, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt liegt (rund eine Stunde für jeden Weg). Diese Voraussetzung muss allerdings nicht erfüllt werden, wenn du über 18 Jahre alt bist oder wenn du aus schwer zumutbaren sozialen Gründen nicht zu Hause wohnen kannst. Die finanzielle Situation deiner Eltern und dein Einkommen werden bei der Berechnung von BAB berücksichtigt.
Antrag sofort stellen:
Stelle deinen Antrag möglichst vor Ausbildungsbeginn, denn BAB wird nicht rückwirkend gezahlt. Je später du den Antrag stellst, umso später gibt es auch Geld! Um Berufsausbildungsbeihilfe zu bekommen, stellst du einen Antrag bei der Agentur für Arbeit. Die Agentur für Arbeit verlangt dann eine ganze Reihe von Bescheinigungen, z.B. Mietvertrag, Bescheinigungen über Einkommen der Eltern. Hole dir bei der zuständigen Agentur für Arbeit ein Antragsformular für BAB ab.
Mehr Infos zur BAB erhältst du hier!
Sozialgesetzbuch III § 59

Zusätzliche Mietunterstützung über das Jobcenter – Antrag auf Zuschuss für ungedeckte Miet- und Heizkosten (KdU):

In der Berufsausbildungsbeihilfe ist ein pauschaler Zuschlag zu deiner Miete enthalten. Sollte er deine Miete nicht decken, kann von dem Jobcenter eine zusätzliche Mietbeihilfe gezahlt werden. Hierbei handelt es sich um Leistungen aus dem SGB II. Diese wird aber nur gezahlt, wenn du sie vor deinem Auszug bei deinem zuständigen Jobcenter beantragst und wenn die Wohnung angemessen ist was Kosten und Größe betrifft. Die Mietbeihilfe nach § 22 Abs. 7 SGB II kann auch unabhängig von BAB gewährt werden.

Kindergeld:

Während deiner Berufsausbildung erhalten deine Eltern in der Regel weiterhin Kindergeld für dich, wenn du unter 25 Jahre alt bist.Das Kindergeld beträgt 188 Euro im Monat für die ersten beiden Kinder, 194 Euro für das 3. Kind und 219 € ab dem vierten Kind. Befindest du dich in der Erstausbildung kannst du ohne Einschränkungen hinzuverdienen. Hast du bereits eine Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen und gehst einer Erwerbstätigkeit mit mehr als 20 Stunden nach, besteht kein Kindergeldanspruch mehr. Einkünfte aus einer Ausbildung nach dem BBIG werden nicht als Erwerbstätigkeit gesehen.
Falls du nicht mehr zu Hause wohnst, müssen dir deine Eltern das Kindergeld auszahlen, denn das Kindergeld ist dafür gedacht, dich in deiner Ausbildung zu unterstützen. Weigern sich deine Eltern, kannst du bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit beantragen, dass dir dein Kindergeld direkt ausgezahlt wird. Die Formulare für den Abzweigungsantrag findest du auf der Homepage der Arbeitsagentur.

Wohngeld:

Zunächst musst du BAB beantragen. Einen Antrag auf Wohngeld kannst du nur dann stellen, wenn dir BAB "dem Grunde nach" nicht zusteht, also zum Beispiel wenn du deine zweite Ausbildung machst oder dein Ausbildungsberuf nicht staatlich anerkannt ist. Nur in diesem Fall haben volljährige Azubis, die am Ausbildungsort eine Wohnung gemietet haben und die Kosten für diese Wohnung selbst aufbringen müssen, gute Chancen Wohngeld zu erhalten.
Den Wohngeldantrag musst du bei der zuständigen Wohngeldstelle der Gemeinde stellen, in welcher sich deine Wohnung befindet.
Wohngeldgesetz

Nebenjob:
Zwar hast du nach Artikel 12 des Grundgesetzes das Recht, einen Nebenjob auszuüben, Arbeits- und Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen können dieses Recht aber einschränken oder ganz aufheben. Bevor du also einen Nebenjob annimmst solltest du deinen Chef darüber informieren und um seine Zustimmung bitten. Er darf ihn dir nur verbieten, wenn der Nebenjob die Ausbildung und deine Arbeitsleistung negativ beeinflussen.

450-Euro-Job prüfen:
In der Regel ist es für dich am günstigsten, wenn du als Nebenjob einen 400-Euro-Job annimmst, weil du so keine Steuern und Sozialabgaben zahlen musst. Arbeitest du normal auf zweiter Lohnsteuerkarte, sind die Abzüge in der Regel sehr hoch. Wenn du Volljährig bist, gilt bei einem Nebenjob der Mindestlohn von 8,50€.

Auf Arbeitszeit achten:
Achtung: Falls du einen Nebenjob annimmst, darfst du als Minderjähriger insgesamt nicht mehr als 40 Stunden die Woche arbeiten und als Volljähriger nicht mehr als 48 Stunden!

Auf Kindergeld, BAB und Wohngeld achten:

Wenn du einen Nebenjob annimmst steigt dein Einkommen. Unter Umständen führt dies dazu, dass du keinen Anspruch auch Kindergeld, BAB oder Wohngeld mehr hast.

Unterhalt:
Deine Eltern schulden dir Unterhalt, auch während deiner Berufsausbildung. Wenn du also zu wenig Geld hast und keine staatlichen Hilfen bekommst, kannst du dich an deine Eltern wenden. Die gilt natürlich insbesondere dann, wenn dir andere Hilfen aufgrund des hohen Einkommens deiner Eltern verweigert werden.

Gegen die Eltern klagen:

Du kannst deine Eltern auf Unterhalt verklagen, wenn sie dich nicht freiwillig unterstützen. Das ist natürlich ganz und gar nicht angenehm, aber wenn dir keine andere Wahl bleibt, solltest du lieber deine Eltern verklagen, als die Ausbildung abbrechen!
Bürgerliches Gesetzbuch § 1601