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Fr  09:00-12:00 Uhr azuro - Ausbildungs- & Zukunftsbüro
Paul-Heyse-Str.22
80336 München
Fon: 089/ 51 41 06 35
Fax: 089/ 51 41 06 99 35
Mail:
azuro@azuro-muenchen.de

azuro ist eine Einrichtung der DGB-Jugend Region München und des Kreisjugendring München-Stadt azuro ist Teil des Jugendsonderprogramms und wird durch das  Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) gefördert. Das  
Jugendsonderprogramm unterstützt Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf und hilft dadurch Betrieben bei der Nachwuchsgewinnung. Weitere Informationen unter www.muenchen.de/mbq

 

FAQ 5 Urlaub

Fragenübersicht

Was ist mit Urlaub?

Wenn du die Ausbildung beginnst hast du erst nach 6 Monaten Anspruch auf deinen gesamten Jahresurlaub. Du hast einen Anspruch darauf, deinen Jahresurlaub im laufenden Kalenderjahr zu nehmen. Dein Urlaub sollte zusammenhängend gewährt werden und du hast einen Rechtsanspruch darauf, zwei Wochen deines Jahresurlaubs am Stück zu nehmen. Der Urlaub sollte grundsätzlich in einer berufsschulfreien Zeit liegen.
Du hast folgenden gesetzlichen Anspruch:
  • 30 Werktage, wenn du zu Beginn des Jahres 15 Jahre alt bist
  • 27 Werktage, wenn du zu Beginn des Jahres 16 Jahre alt bist
  • 25 Werktage, wenn du zu Beginn des Jahres 17 Jahre alt bist
  • Als Volljähriger hast du einen gesetzlichen Anspruch auf 24 Werktage Urlaub.
Häufig haben Azubis Anspruch auf mehr Urlaub: Das liegt dann daran, dass die Gewerkschaft einen Tarifvertrag für deine Branche abgeschlossen hat.
Wenn der Urlaub in Werktagen angegeben ist, musst du 6 Tage Urlaub pro Woche nehmen. Ist er in Arbeitstagen angegeben, musst du in der Regel nur 5 Tage pro Woche nehmen. Das liegt daran, dass Montag-Samstag per gesetzlicher Definition Werktage sind, die meisten Menschen aber nur an 5 Tagen die Woche arbeiten, weil Tarifverträge das vorsehen.
Wenn dir dein Urlaub nur anteilig zusteht - z.B. im 3. Lehrjahr - hast du für jeden Monat, den du voll gearbeitet hast Anspruch auf 1/12 deines Jahresurlaubs. Das gilt auch, wenn du kündigst oder gekündigt wirst.
Ein zusätzliches Urlaubsgeld gibt es in aller Regel nur dann, wenn ein Tarifvertrag das vorsieht.

Urlaub beantragen:
Du musst dich mit deinem Betrieb auf den Urlaubszeitpunkt einigen. In der Praxis bedeutet das: Du stellst frühzeitig einen Urlaubsantrag und der Ausbilder darf dir den Urlaub nur dann verweigern, wenn wichtige betriebliche oder soziale Gründe dagegen sprechen. Ein häufiger und legitimer Grund sind dabei Betriebsferien.

Schriftlichen Antrag stellen:

Du solltest deinen Urlaub immer schriftlich beantragen und ihn dir auch schriftlich genehmigen lassen. Nur so hast du einen Nachweis, falls der Ausbilder plötzlich behauptet, er hätte dir nie Urlaub genehmigt. Das ist besonders ärgerlich, wenn der Flug schon gebucht ist. Oder du kannst nachweisen, dass du oft Urlaub beantragt und nie genehmigt bekommen hast!

Falsche Gründe aufdecken:
Oft wird der Urlaub aus nicht legitimen Gründen verweigert, wie zum Beispiel Personalmangel. Dieser Grund ist nur in Ausnahmesituationen rechtens, denn der Azubi sollte von vornherein gar keine so wichtige Rolle im betrieblichen Ablauf spielen, dass man ihn nicht entbehren könnte. Auch in diesem Fall solltest du mehrere schriftliche Anträge stellen, damit du einen Nachweis hast.

Urlaubsanspruch durchsetzen:
Wenn du deinen Urlaub nicht genehmigt bekommst - trotz zahlreicher Anträge - musst du rechtliche Schritte gegen den Betrieb einleiten. Du kannst deinen Ausbilder schriftlich auffordern dir mitzuteilen, zu welchen Zeiten Urlaub möglich ist. Wenn dir ein bereits gewährter Urlaub doch verweigert wird wende dich an den Betriebsrat oder an eine Beratungsstelle. Denn dann musst du eine Schlichtung bei der zuständigen Stelle beantragen oder vor dem Arbeitsgericht klagen. Du solltest auf keinen Fall deinen Urlaub selbständig antreten, auch wenn du im Recht bist, denn dafür kannst du fristlos gekündigt werden!

Antrag auf Übernahme ins neue Jahr stellen:
Wenn du deinen Urlaub nicht im laufenden Kalenderjahr nehmen kannst, musst du deinen Urlaub bis zum 31.3. des Folgejahres abbauen. Wenn das auch nicht geht musst du schriftlich beantragen, dass dein Urlaub ins neue Jahr übernommen wird, sonst verfällt er dir!

Auszahlung fordern:

Wenn du deinen Urlaub nicht mehr nehmen kannst, weil du kündigst oder die Ausbildung endet muss er dir ausbezahlt werden.

Mehr dazu im großen Ausbildungsberater...

Bundesurlaubsgesetz §§ 3, 4, 5, 6, 7,
Jugendarbeitsschutzgesetz § 19