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azuro ist eine Einrichtung der DGB-Jugend Region München und des Kreisjugendring München-Stadt
azuro ist Teil des Jugendsonderprogramms und wird durch das 
Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) gefördert.
Das 
Jugendsonderprogramm unterstützt Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf und hilft dadurch Betrieben bei der Nachwuchsgewinnung.

Weitere Informationen unter www.muenchen.de/mbq

 

FAQ 7 Abmahnung

Fragenübersicht

Was tun bei einer Abmahnung?

Eine Abmahnung ist erst mal ein Schock und das soll sie auch sein! Eine Abmahnung soll dir deutlich zu verstehen geben, dass dein Ausbildender mit deiner Leistung oder deinem Verhalten nicht zufrieden ist. Damit die Abmahnung formal richtig ist, muss ganz genau drin stehen, welche Pflichtverletzung dir zum Vorwurf gemacht wird. Außerdem muss dir eine Abmahnung auch immer die Kündigung androhen, falls du deine Leistung oder dein Verhalten nicht änderst.
Bei verhaltensbedingten Pflichtverstößen müssen der Kündigung eines Azubis Abmahnungen vorausgehen. Per Gesetz hat der Ausbildende nämlich "erzieherische Pflichten", was im Klartext bedeutet, dass du erst mal durch die Abmahnung die Chance bekommst, dazu zu lernen. Deshalb muss die Abmahnung auch relativ bald nach deiner Pflichtverletzung ausgesprochen werden, also nicht zum Beispiel ein Jahr später, denn dann kannst du ja nichts mehr ändern!
Nach ungefähr 1 1/2 bis 2 Jahren verliert die Abmahnung ihre Gültigkeit, sie verjährt sozusagen. Eine Abmahnung darf nicht im Arbeitszeugnis erwähnt werden!

Verhalten ändern:
Du solltest eine Abmahnung auf jeden Fall ernst nehmen und versuchen, deine Leistung oder dein Verhalten im angesprochenen Bereich zu verändern!

Abmahnung prüfen:

Wann ist eine Abmahnung nicht gerechtfertigt? Zunächst mal dann, wenn sie inhaltlich falsch ist, wenn dir z.B. etwas vorgeworfen wird, was du nicht getan hast. Eine Abmahnung kann aber auch rechtlich ungerechtfertigt sein. Eine Abmahnung wegen schlechter Noten ist zum Beispiel in der Regel ungerechtfertigt, weil du nichts dafür kannst, wenn du in der Schule nicht mitkommst. Auch ist es normal, dass Auszubildende (vor allem im ersten Lehrjahr) Fehler machen, denn schließlich sind sie ja im Betrieb um zu lernen.

Gegendarstellung schreiben:
Du kannst dich gegen eine unberechtigte Abmahnung wehren, indem du eine Gegendarstellung verfasst. In diese schreibst du ganz genau rein, wie es deiner Meinung nach war. Die gibst du deinem Ausbildenden und er muss sie in deine Personalakte aufnehmen. Eine Gegendarstellung kann dir zum einen dazu dienen, deine Meinung zu sagen. Sie kann aber auch wichtig sein, wenn es später zu einer Kündigung und einem Arbeitsgerichtsprozess kommt. Du kannst auch die Entfernung der Abmahnung aus deiner Personalakte fordern und dies bis hin vor dem Arbeitsgericht durchsetzen. Meist ist es aber ratsam eine Gegendarstellung zu schreiben, wenn die Abmahnung inhaltlich nicht ganz stimmt. Sollte die Abmahnung nicht gerechtfertigt sein, hol dir Beratung.

Achtung:
Falls es plötzlich Abmahnungen hagelt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass dein Ausbildender dich loswerden will und deine Kündigung vorbereitet. Dann solltest du dich umgehend bei azuro oder deiner Gewerkschaft beraten lassen.

Mehr dazu im großen Ausbildungsberater...

Berufsbildungsgesetz § 14, 22