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Mo, Di, Mi, 15:00-18:00 Uhr
Do 17:00-20:00 Uhr
Fr  09:00-12:00 Uhr azuro - Ausbildungs- & Zukunftsbüro
Paul-Heyse-Str.22
80336 München
Fon: 089/ 51 41 06 35
Fax: 089/ 51 41 06 99 35
Mail:
azuro@azuro-muenchen.de

azuro ist eine Einrichtung der DGB-Jugend Region München und des Kreisjugendring München-Stadt azuro ist Teil des Jugendsonderprogramms und wird durch das  Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) gefördert. Das  
Jugendsonderprogramm unterstützt Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf und hilft dadurch Betrieben bei der Nachwuchsgewinnung. Weitere Informationen unter www.muenchen.de/mbq

 

Vorstellungsgespräch

Checkliste
Das wirst du gefragt
Das fragst du
Bewertungskriterien
Hund

Checkliste

Schon bevor das eigentliche Vorstellungsgespräch beginnt gibt es einiges zu beachten:
  • Du solltest gut frühstücken und dich sauber und ordentlich anziehen.
  • Deine Kleidung sollte dem Beruf angemessen sein. In bestimmten Branchen wie z.B. Banken ist natürlich ein Anzug oder ein entsprechendes Kostüm Pflicht.
  • Es sollte aber auch Kleidung sein, die du kennst und in der du dich wohlfühlst und wieder erkennst.
  • Gehe sparsam mit Make up, Schmuck und Accessoires um.
Vorstellungsgespräche laufen nicht alle nach dem gleichen Schema ab:
  • In Handwerksbetrieben bzw. kleineren Firmen wird in der Regel der/die InhaberIn selber mit dir das Vorstellungsgespräch führen.
  • In größeren Betrieben werden dir wahrscheinlich der/die AbteilungsleiterIn, der/die PersonalchefIn, der/die Betriebsratsvorsitzende und vielleicht ein/e AusbildungsleiterIn gegenübersitzen. Du musst dich also darauf einstellen, dass du von zwei bis drei GesprächspartnerInnen erwartet wirst!
Wenn du den Raum betrittst achte auf folgendes:
  • Du bist kein/e BittstellerIn, sondern ein/e motivierte/r BewerberIn!
  • Signalisiere Vorfreude und Interesse: Lächle deine GesprächspartnerInnen an!
  • Gib' ihm oder ihr mit leichtem Druck die Hand.
  • Setz' Dich hin, nachdem du dazu aufgefordert wurdest.
  • Wenn der Stuhl sich in einer für dich unbequemen Position befindet, stehe auf, rücke ihn zurecht und erkläre, warum du das tust. Dadurch wirkst du souverän und unbefangen.
Während des Gesprächs solltest du auf folgendes achten:
  • Gib dich wie du bist: Natürlich, neugierig und du darfst auch ein wenig aufgeregt sein. Man will dich kennen lernen, will wissen wer du bist.
  • Wichtig: Sieh' deine GesprächspartnerInnen an! Sieh' ihnen in die Augen oder auf die Nasenwurzel.
  • Höre aktiv und konzentriert zu. Zeige durch Nicken deine Zustimmung oder dein Verständnis. Wenn du Fragen zur Ausbildung hast, stelle sie deinem/r GesprächspartnerIn. Das signalisiert Interesse und ist mit Sicherheit ein Pluspunkt.
  • Meide unbedingt Übertreibungen.

Das wirst du gefragt

  1. Begrüßung und Einleitung des Gespräches
    • Haben Sie gut her gefunden?
    • Wie geht es Ihnen?
    • Welchen ersten Eindruck haben Sie von unserer Firma und warum?
  2. Bewerbung und Berufswahl
    Du musst auf jeden Fall mit Fragen bezüglich deiner Berufswahl und deines Werdegangs rechnen. Von daher solltest du dich gut über deinen Beruf informieren. Alles Wissenswerte und nützliche Links findest du unter dem Menüpunkt Berufswahl.
    • Wieso wollen Sie gerade diesen Beruf ergreifen?
    • Haben Sie sich auch andere Berufe überlegt, die in Frage kommen?
    • Welche Vorstellungen haben Sie von diesem Beruf?
    • Welche Voraussetzungen müssen Sie ihrer Meinung nach für diesen Beruf erfüllen?
    • Was wissen Sie von den Tätigkeiten und Arbeiten, die in diesem Beruf auszuführen sind?
    • Haben Sie ein Praktikum gemacht? Welche Tätigkeiten durften Sie dort ausprobieren?
    • Haben sie sich noch bei anderen Betrieben und für andere Berufe beworben?
    • Wie sehen Ihre Pläne denn für die Zeit nach der Ausbildung aus?
    • Was würden Sie machen, wenn Sie von uns eine Absage bekommen?
    Unser TIPP: Die Frage, warum man sich ausgerechnet in diesem Betrieb beworben hat, ist besonders beliebt! Also: Genau über den Betrieb informieren! Sammle soviel Informationen über das Unternehmen wie nur möglich. Denn dadurch könntest du dich schon von anderen BewerberInnen abheben. Beim Referat für Arbeit und Wirtschaft ( http://www.muenchen.de/arbeitundwirtschaft ) findest du unter "Firmen in München" Informationen über viele Betriebe in München. Aber auch im Internet, in Zeitungen und im Werbematerial kannst du Informationen erhalten. Nach folgenden Informationen kannst du dabei suchen:
    • Was wird produziert, welche Dienstleistungen werden angeboten?
    • Wo ist der Sitz des Betriebes?
    • Agiert der Betrieb weltweit oder nur regional?
    • Wie ist die Firmenphilosophie?
    • Wie viele Beschäftigte hat die Firma?
    • Welche Berufe werden in der Firma ausgebildet?
  3. Schule und Ausbildung
    Auch zu deiner Schullaufbahn und deinen Zeugnissen wird man dich wahrscheinlich befragen. Wenn du in bestimmten Fächern auffällig schlechte Noten hast überlege dir eine gute Erklärung!
    • Wie kommt es zu diesen Zensuren im Fach xy?
    • Was haben sie unternommen, um ihre Kenntnislücken in Fach xy zu füllen?
    • Wie sind die aufgeführten Fehlzeiten entstanden?
    • Warum sind Sie nicht weiter zur Schule gegangen?
    • Wie kommen Sie mit Ihren LehrerInnen bzw. MitschülerInnen aus?
  4. Persönliche Fragen
    Welche persönlichen Fragen können dir z.B. gestellt werden
    • Sind Ihre Eltern mit Ihrer Berufswahl einverstanden?
    • Haben Ihre Eltern Sie bei der Wahl Ihres Berufs beeinflusst?
    • Haben Sie ihren Beruf mit der Berufsberatung besprochen?
    • Welche Hobbys haben Sie?
    • Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
    • Mit wem verbringen Sie ihre Freizeit?
    • Wohnen Sie noch bei Ihren Eltern?
    • Welche drei persönlichen Schwächen können Sie uns nennen?
    • Wie sieht ihr Leben in drei oder fünf Jahren aus?
  5. Verbotene Fragen                                                                    Intime und persönliche Fragen sind verboten. Sollten sie dennoch gestellt werden, darfst du diese auch falsch beantworten und lügen. Einige Beispiele:
    • In welcher Partei sind Sie?
    • Sind Sie Mitglied in einer Gewerkschaft?
    • Sind Sie schwanger?
    Falls du lügst ist es aber wichtig, dass du dich nicht in Widersprüche verwickelst, da der Betrieb leider am längeren Hebel sitzt. Bist du aber erst einmal eingestellt und kommt dann raus, dass du falsche Angaben gemacht hast, darf dich der Betrieb deshalb nicht mehr entlassen - nach der Probezeit von 4 Monaten bist du also sicher.
    Neuerdings wird auch mit Intimfragen ausgetestet, wie weit sich BewerberInnen aushorchen lassen. In diesen Fällen kannst du z.B. so reagieren: "Wissen Sie, das ist eine sehr persönliche Frage! Wir sollten lieber über meine Ausbildung bei Ihnen sprechen! Welche Abteilungen werde ich im Laufe meiner Ausbildung durchlaufen?

    Außerdem musst du mit persönlicheren Fragen rechnen:
    • Sind Ihre Eltern mit Ihrer Berufswahl einverstanden?
    • Haben Ihre Eltern Sie bei der Wahl Ihres Berufs beeinflusst?
    • Haben Sie ihren Beruf mit der Berufsberatung besprochen?
    • Welche Hobbys haben Sie?
    • Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
    • Mit wem verbringen Sie Ihre Freizeit?
    • Wohnen Sie noch bei Ihren Eltern?
  6. Gesundheit
    Bis jetzt können Betriebe noch keinen Gentest verlangen, aber allgemeine Fragen nach der Gesundheit sind erlaubt.
    • Sind Sie oft krank?
    • Haben Sie auch gerade eine Erkältung?
    • Haben Sie gesundheitliche Beeinträchtigungen Ihrer Leistungsfähigkeit und können Sie deshalb bestimmte Tätigkeiten nicht ausüben?
    Nicht erlaubt ist aber die Frage, ob du schwanger bist. Auch hier darfst du lügen, wenn sie gestellt wird!
  7. Spezielle Test- und Prüfungsfragen
    Hier werden Fragen zur beruflichen Praxis, zu Grundkenntnissen in betreffenden Schulfächern, zum Allgemeinwissen und zu Tagesgeschehen im In- und Ausland gestellt. Vorbereitungsmöglichkeiten hierzu findest du unter dem Punkt Einstellungstests.
  8. Abschluss des Gespräches
    • Haben Sie noch Fragen?
    • Haben Sie immer noch Interesse an dem Ausbildungsplatz?
Abschließend Was ist wirklich wichtig bei der Beantwortung der Fragen ?
  • Bereite dich gut vor
  • Höre aufmerksam zu
  • Nimm dir Zeit um zu überlegen
  • Überlege, was du mit deiner Antwort erreichen willst
  • Womit kann ich beweisen, dass ich genau der richtige Bewerber für die Stelle bin?
  • Versuche auch wenn es persönlich wird, ruhig und gelassen zu bleiben
  • Zeige deine Offenheit und Flexibilität

Das fragst du

Auf eigene Fragen darfst du niemals verzichten, denn an guten Fragen erkennt man den/die kompetente/n und motivierte/n BewerberIn. Ein paar Fragen solltest du dir notieren und in das Gespräch mitnehmen, dann kannst du darauf zurück greifen, wenn du den Faden verlierst. Außerdem kannst du dir dann erhaltene Antworten und wichtige Informationen aufschreiben.
  • Wie viele Auszubildende haben Sie zur Zeit?
  • Wie läuft die Ausbildung ab? Gibt es bestimmte Schwerpunkte? Werden verschiedene Abteilungen durchlaufen? Finden innerbetriebliche Schulungen statt?
  • Gibt es neben der Ausbildung Weiterbildungsmöglichkeiten?
  • Wie sehen die Arbeitszeiten aus?
  • Wer ist mein/e AnsprechpartnerIn während der Ausbildung?
  • Wo ist mein Arbeitsplatz (ggf. Besichtigung)?
  • Wo findet der Berufsschulunterricht statt?
  • Werden gute Auszubildende nach der Lehre übernommen?
  • Gibt es betriebliche Einrichtungen (z.B. Kantine)?
  • Wie hoch ist meine Ausbildungsvergütung?

Bewertungskriterien

In einem Vorstellungsgespräch prüfen dich Betriebe nach bestimmten Kriterien:
  1. Soziale Anpassung (Wille, sich in das bestehende Betriebsgebilde einzufügen)
  2. Leistungsmotivation/ zu erwartende Arbeitshaltung
  3. Berufstugenden, z.B. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Fleiß, Pflichtbewusstsein, Loyalität, Ordnungssinn, Interesse, Initiative, Zielstrebigkeit, Ausdauer
  4. Durchsetzungsvermögen und Teamgeist
  5. Hilfsbereitschaft
Welche Kriterien dem einzelnen Betrieb am wichtigsten sind, ob du überall punkten musst oder der Betrieb eben besonders einen Bewerber mit Teamgeist sucht kannst du evtl. in der Stellenanzeige sehen oder durch eine genaue Recherche im Internet ein wenig herausfiltern. Dann kannst du dich schon auf entsprechende Fragen vorbereiten. Wenn das Vorstellungsgespräch sich plötzlich nur noch um deine  Leistungsmotivation dreht, versuche diese bestmöglich, evtl. durch Beispiele unterlegt darzulegen.